Spermaspende – Sperma Transplantation

Spermaspende – Sperma Transplantation

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Die Spermaspende ist ein Verfahren, dass seit ca. 100 Jahren bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit verwendet wird. In England werden jährlich über 1000 Kinder mit Hilfe dieser Behandlungsmethode gezeugt. In einigen Länder werden eingefrorene Spermien benutzt um das HIV Risiko zu senken.

 

Bei diesem Verfahren wird die Übereinstimmung der Blutgruppe und der äußerlichen Merkmale zwischen Empfänger und Spender geprüft.

Bei der Spermabank sind Folgende Voraussetzungen obligatorisch für die Spender:

Junge Gesunde Männer

keine Erbkrankheiten (gilt auch für Familienangehörige)

keine geistigen Behinderungen in der Familie

Psychisch gesund

 

Auf Wunsch des Empfängerpaares können auch Hobbys und Ausbildungsstand des Spenders ausgewählt werden.

 

Wem wird die Spermaspende empfohlen?

 

Wenn der Körper des Mannes gar keine Spermien erzeugen kann ist die Spermaspende eine Option für das Paar, um dennoch ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Diese Situation trifft häufig nach einer Krebstherapie auf, da durch die Radio- und Chemotherapie die Hoden beschädigt werden können. Oder bei Männern die von Geburt an Unfruchtbar sind.  Diese Methode wird auch sehr häufig von Männern in Betracht gezogen, die eine Erbkrankheit oder schwere ansteckende Krankheiten haben (wie Hämophilie, Muskeldystrophie Duchenne, Chorea Huntington). Viele Krankheiten können während der Schwangerschaft festgestellt und je nach Wunsch beendet werden, jedoch ist solch ein Fall ein schweres traumatisches Erlebnis für die betroffenen  Paare.  Durch die künstliche Befruchtung kann man dies Umgehen.

Bei der In-vitro-Fertilisation werden die Eizellen im Labor befruchtet und durch die PID die gesunden Embryos ermittelt und in die Gebärmutter eingepflanzt.

 

 

Aufklärung des Empfängerpaares

 

Es ist nicht leicht für Paare sich für eine Spermaspende (intrauterin Spermien Insemination) zu entschließen. Daher ist es wichtig das Paar intensiv  im Vorgespräch über das Verfahren aufzuklären.

 

Wichtig ist es zu akzeptieren, dass die Kinder die durch eine Spermaspende gezeugt werden, die Kinder des Paares sind.

 

Das Empfängerpaar muss über einen möglichen Misserfolg  der Behandlung informiert werden. Das IVF Verfahren erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft, man kann aber keine 100% Garantie geben.  

Wichtige Faktoren für das Paar sind, die passende Auswahl eines Spenders (Übereinstimmung der Größe, Gewicht, Haarfarbe, Augenfarbe, Hautfarbe und der Blutgruppe) und die Kontrolluntersuchungen beider Parteien.

 

Das Paar muss auch über die Möglichkeit von Mehrlingen aufgeklärt werden.

 

 

Untersuchung des Empfängerpaares

 

Der behandelnde Arzt untersucht die Frau und informiert sich über die medizinische Vorgeschichte der Patientin. Durch eine Ultraschalluntersuchung werden die Gebärmutter und die Eierstöcke bewertet. Es werden Hormontests durchgeführt und die Blutgruppe wird ermittelt.

 

Bei der Spermaspende gibt es zwei mögliche Verfahren. Erstens die intrauterin Spermien Insemination, zweitens das IVF-Verfahren, die künstliche Befruchtung im Labor.

 

 

Kontrolluntersuchungen des Empfängerpaares

 

Das Paar wird auf Hepatitis B und C, HIV und auf weitere ansteckende Geschlechtskrankheiten getestet.  Außerdem wird die Frau wird auf Röteln (Rubella) und Cytomegalovirus  getestet.

 

 

Übereinstimmung des Empfängerpaares und des Spenders

 

Spender und Empfänger sollten in ethnischer Herkunft Größe, Gewicht, Haarfarbe, Augenfarbe und Hautfarbe weitgehend übereinstimmen. Wenn die Frau die Blutgruppe Rh (-) hat, ist es wichtig, dass die Blutgruppe des Spenders ebenfalls negativ ist.

 

 

Intrauterin Spermien Insemination IUI (Injektion)

 

Bei diesem Verfahren werden die Samen des Ehemannes oder die Spendersamen im Labor aufbereitet und direkt in die Gebärmutter der Frau übertragen. Die Insemination findet entweder während des natürlichen Zyklus der Frau statt oder während eines stimulierten Zyklus (die medikamentöse Vermehrung der Eizellen). Die Erfolgschancen eines IUI sind bei einem stimulierten Zyklus weitaus höher. Die Übertragung der Spermien in die Gebärmutter ist ein simpler und schmerzfreier Eingriff. Die aufbereiteten  Spermien werden mit einem Katheter in die Gebärmutter übertragen. Nach dem Eingriff ruht sich die Patientin ca. 15 Minuten im Behandlungsraum und anschließend 2 Stunden im Patientenzimmer aus.  Der Geschlechtsverkehr wird nicht von der Behandlung beschränkt. 14 Tage nach dem Eingriff sollte ein Schwangerschaftstest gemacht werden. Wenn der Test positiv ist kann man nach 2 Wochen —– bei einer Ultraschalluntersuchung erkennen.